In dieser Reihenfolge.
Ich bin Dozent an der Verwaltungsakademie Bordesholm. Ich bilde Verwaltungsfachangestellte aus und begleite Verwaltungsmitarbeiter auf dem Weg in Führungspositionen. Mein Schwerpunkt: Finanzen, Haushalt, Betriebswirtschaft.
Daneben gebe ich Seminare für die SGK Schleswig-Holstein – für gewählte Kommunalpolitiker, die verstehen wollen, wie ihre Gemeinde wirklich funktioniert.
Das mache ich seit Jahren. Und es macht mir Freude. Jeden Tag.
Irgendwann habe ich aufgehört mich zu fragen warum. Die Antwort war immer dieselbe: weil es sinnvoll ist. Weil Menschen, die Verwaltung verstehen, bessere Entscheidungen treffen. Weil Kommunen, die gut aufgestellt sind, das Leben der Menschen vor Ort verbessern.
Und dann gibt es die Dinge, die über den Beruf hinausgehen. 17 Jahre Gewerkschaft – weil Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst jemanden verdienen, der für sie einsteht. Kommunalpolitisches Engagement – weil Demokratie vor Ort entschieden wird und nicht in Berlin. Die Überzeugung, dass Verwaltung kein Selbstzweck ist – sondern das Versprechen einer Gesellschaft an ihre Mitmenschen.
Das tue ich nicht, weil es mir nützt.
Weil mir der Mensch wichtig ist.
Weil es richtig ist.
Ich habe nicht den direkten Weg genommen. Zuerst der Sozialpädagogische Assistent – weil Menschen mich interessiert haben. Dann die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten – weil ich verstehen wollte, wie die Dinge wirklich funktionieren. Das Abitur nachgeholt. Studium zum Diplom-Verwaltungswirt.
Nicht der direkteste Weg. Aber immer der richtige.
Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg. Kommunalaufsicht, Feuerwehren, Rettungsdienst, Sozialamt, Beschaffung. Verwaltung in ihrer ganzen Breite – nah an den Menschen, die sie täglich erleben.
Dann die Beschaffungsstelle der Universität Lübeck. Aufgebaut. Fünf Jahre geleitet. Gelernt, was es bedeutet, wenn Strukturen nicht einfach da sind, sondern gemacht werden müssen.
Kommunalaufsicht beim Kreis – die Perspektive von außen auf das, was Kommunen tun und lassen. Dann der Landesrechnungshof. Zwei Jahre. Genug, um zu verstehen, was passiert, wenn niemand hinschaut.
Prüfen bedeutet nicht kritisieren. Es bedeutet verstehen wollen, was wirklich ist – nicht was sein soll.
Seit sechs Jahren an der Verwaltungsakademie Bordesholm. Verwaltungsfachangestellte, die heute lernen, was sie morgen verantworten. Führungskräfte, die Verwaltung neu denken wollen.
Parallel dazu Seminare für die SGK Schleswig-Holstein – für gewählte Kommunalpolitiker, die verstehen wollen, wie ihre Gemeinde wirklich funktioniert. Zwei verschiedene Zielgruppen. Dieselbe Überzeugung: Wer versteht, was er tut, tut es besser.
Gemeinschaft fühlt sich erst richtig an, wenn man Teil von ihr ist. Das habe ich früh gelernt.
Jugendfeuerwehr. DLRG. Kein Kalkül – einfach die Überzeugung, dass Gemeinschaft jemanden braucht, der anpackt.
17 Jahre Gewerkschaft. Landesjugendleiter, stellvertretender Bundesvorsitzender der komba Jugend, Landesvorsitzender. Für Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag Großartiges leisten und selten dafür gesehen werden.
Kommunalpolitik. SGK. Und 2023 die Kandidatur in Preetz – über die SPD, aber mit einer klaren Haltung: ich trete an, um der Sache zu dienen, nicht einer Partei. Als Bürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger.
Ich habe verloren. Und ich würde es wieder tun.
Das tue ich nicht, weil es mir nützt.
Weil mir der Mensch wichtig ist.
Weil es richtig ist.